GPT-6 Astra: Die fünf Denkstufen und was sie kosten

Inhaltsverzeichnis

GPT-6 Astra ist seit dem 3. September 2026 OpenAIs Spitzenmodell – aber nicht das „GPT-6“, das seit dem 7. Oktober im normalen ChatGPT-Chat antwortet. Dort rechnet GPT-6 Sol. Astra steckt im Chat nur als „GPT-6 Pro“ in den Tarifen Pro, Business und Enterprise; Plus bekommt es lediglich in ChatGPT Work und Codex, mit knappem Kontingent. Über die Schnittstelle kostet Astra 10 US-Dollar je Million Token Eingabe und 50 US-Dollar Ausgabe, ab 272.000 Token Eingabe deutlich mehr. Hier steht, was die fünf Denkstufen kosten, wo du Astra bekommst und wann das günstigere GPT-6.1 Sol reicht. Stand: 13. Oktober 2026.

Neu seit dem 10. September

GPT-6 im Chat ist nicht Astra. Seit dem 7. Oktober ist „GPT-6“ Standard in ChatGPT, dahinter steckt GPT-6 Sol. Astra gibt es im Chat nur als „GPT-6 Pro“.

GPT-6.1 Sol (29. September) kommt laut OpenAI nahe an Astra heran, zu einem Fünftel der Token-Preise.

Kein GPT-6.1 Astra: Laut Wall Street Journal hat OpenAI den für Oktober erwarteten Nachfolger nach internen Sicherheitstests gestoppt.

Neue Konkurrenz: Claude Opus 5.5 (22. September) und Meta Muse Wonder (12. Oktober) kosten je Token 60 Prozent weniger als Astra.

Infografik: Eine Frage mit 2.000 Token erzeugt eine sichtbare Antwort mit 1.000 Token und bis zu 50.000 unsichtbare Denk-Token, die zu 5 Cent je 1.000 abgerechnet werden. Fünf Denkstufen von low bis max. Rat: eine Stufe unter der Vermutung beginnen und Denk-Token je Anfrage mitloggen.
Der Posten, den du nicht siehst. Denk-Token erscheinen nie auf dem Bildschirm, aber auf der Rechnung – je höher die Stufe, desto mehr.

Was Astra ist und wie es zu GPT-6 passt

Astra ist OpenAIs großes Reasoning-Modell, das vor der Antwort intern nachdenkt; OpenAI nennt es das intelligenteste und am besten ausgerichtete Modell der Welt. Eckdaten laut OpenAI-Dokumentation: 1,05 Millionen Token Kontext, davon bis zu 922.000 Eingabe und 128.000 Ausgabe, Eingabe als Text oder Bild, Wissensstand 30. April 2026. Als Stärken nennt OpenAI Computernutzung, Softwareentwicklung, Cybersicherheit, Wissenschaft und berufliche Arbeit. Erreichbar ist Astra über ChatGPT, die OpenAI-Schnittstelle (API), Microsoft Azure und AWS Bedrock.

Verwirrend ist der Name: „GPT-6“ ist eine Familie aus vier Modellen, im ChatGPT-Menü steht aber nur „GPT-6“. Welches Modell dahinter rechnet, hängt an Tarif und Denkstufe:

ModellWas es istWo du es nutztAPI-Preis je Million Token (Eingabe / Ausgabe)
GPT-6 Astra (3. September)Spitzenmodell mit fünf DenkstufenChat als „GPT-6 Pro“ (Pro, Business, Enterprise), Work und Codex ab Plus, API10 $ / 50 $
GPT-6.1 Sol (29. September)Weiterentwicklung von Sol, laut OpenAI nahe an AstraWork, Codex, API; noch nicht im Chat2 $ / 10 $
GPT-6 Sol (22. September)Standardmodellim Chat als „GPT-6“ für Plus, Pro, Business, Enterprise (seit 7. Oktober), Work, Codex, API2 $ / 10 $
GPT-6 Luna (22. September)kleines, schnelles Modellim Chat für Free und Go (laut Ankündigung seit 8. Oktober), Work, Codex, API0,10 $ / 0,50 $

Astra in ChatGPT: Welches Abo du brauchst

Im normalen Chat bekommst du Astra nur mit Pro (100 oder 200 US-Dollar im Monat), Business oder Enterprise. Dort heißt es „GPT-6 Pro“ und ist die oberste Stufe des Denk-Reglers. Plus enthält Astra nicht im Chat, sondern nur in ChatGPT Work, dem Agenten für längere Aufträge, und im Programmierwerkzeug Codex.

TarifAstra im ChatAstra in Work und Codex
Free und Goneinnein (Codex nur mit GPT-6 Luna)
Plus (20 $)nein, der Chat nutzt GPT-6 Sol (Instant, Medium, High)ja, begrenzt: laut OpenAI etwa 5 bis 45 Nachrichten je fünf Stunden, danach optional Credits
Pro (100 $ oder 200 $)ja, als „GPT-6 Pro“, mit Wochenlimitja, aus dem vollen Kontingent
Businessja, als „GPT-6 Pro“Standard-Plätze begrenzt wie Plus, Premium-Plätze aus dem vollen Kontingent
Enterpriseja, wenn die Admins es freigebenje nach Freigabe im Arbeitsbereich

Unbegrenzt ist Astra nirgends. Laut OpenAI enthält auch Pro keine unbegrenzte Nutzung von GPT-6 Pro. Bei Pro für 200 US-Dollar schaltet ChatGPT nach dem Wochenlimit automatisch auf GPT-5.6 Thinking (Medium) um, bei Pro für 100 US-Dollar teilen sich GPT-6 Pro und GPT-5.6 Sol Pro ein gemeinsames Wochenkontingent.

Die Plus-Spanne ist eine Schätzung. Wie schnell die „5 bis 45 Nachrichten“ schmelzen, hängt an Aufgabe, Kontextgröße und Denkstufe; zusätzlich können Wochenlimits greifen. Für GPT-6.1 Sol nennt OpenAI 15 bis 160 Nachrichten im selben Zeitraum.

Astra taucht nicht auf? OpenAI verlangt die aktuelle Desktop-App (Update im Menü von Hand prüfen) und Codex CLI ab Version 0.153.0; in Business und Enterprise zählen zusätzlich die Freigaben der Admins. Die Euro-Preise der Tarife stehen im Guide Was ChatGPT kostet.

Die fünf Denkstufen

Astra kennt fünf Stufen für den Denkaufwand: low, medium, high, xhigh und max. Eine Stufe ganz ohne Nachdenken („none“) unterstützt Astra laut OpenAI nicht. Höhere Stufen erzeugen mehr Denk-Token, und die rechnet OpenAI ausdrücklich als Ausgabe ab – das Modell wird also gründlicher, langsamer und teurer, je nachdem, was du einstellst.

So heißen die Stufen in ChatGPT. Im Chat gibt es den Regler Instant, Medium, High, Extra High und Pro. Die ersten vier laufen mit GPT-6 Sol, nur die Stufe „Pro“ nutzt Astra. Astra auf Medium oder High gibt es deshalb nicht im Chat, sondern nur in Work, Codex und über die API: Dort wählst du zuerst das Modell und dann seine Stufe.

AufgabeSinnvolle StufeWarum
Text umformulieren, Zusammenfassungniedrig (low)keine mehrstufige Logik nötig, jede zusätzliche Denkzeit ist bezahlte Verschwendung
Recherche mit Quellenabgleichmittel (medium)mehrere Schritte, aber keine harten Beweise
Code über mehrere Dateienhoch (high)Zwischenergebnisse bestimmen die nächsten Schritte
Schwierige Analyse mit Zahlensehr hoch (xhigh)ein früher Fehler zieht sich sonst sauber durch
Ungelöstes Problem, Forschungmaximal (max)der Fall, für den die Stufe existiert – und der teuerste
GPT-6 Astra · Modellrechnung zu den veröffentlichten Preisen
Was eine Anfrage kostet, wenn das Modell länger nachdenkt
Frage und sichtbare Antwort Denk-Token, die du nie zu sehen bekommst
keine Denk-Token 0,07 $
1.000 Denk-Token 0,12 $
5.000 Denk-Token 0,32 $
20.000 Denk-Token 1,07 $
50.000 Denk-Token 2,57 $

Grundanfrage: 2.000 Token Frage zu 10 $ je Million plus 1.000 Token sichtbare Antwort zu 50 $ je Million, zusammen 0,07 $. Denk-Token werden als Ausgabe abgerechnet, kosten also 5 Cent je tausend. Wie viele Denk-Token eine Aufwandsstufe erzeugt, nennt OpenAI nicht – deshalb steht hier die Zahl der Token auf der Achse und nicht die Stufe.

Die Rechnung braucht keine Innenkenntnis: Eine schlanke Anfrage mit 2.000 Token Frage und 1.000 Token Antwort kostet 7 Cent. Erzeugt das Modell auf einer hohen Stufe zusätzlich 20.000 Denk-Token, kommt ein Dollar obendrauf – das Fünfzehnfache der Grundanfrage, für Text, den du nie zu sehen bekommst.

Was OpenAI selbst empfiehlt. In der Entwickler-Dokumentation nennt OpenAI medium den Standard für die meisten Aufgaben; high solle man gegen medium testen, xhigh nur nutzen, wenn eigene Tests einen klaren Nutzen zeigen, max für die schwierigsten Aufgaben. Zum Einstieg rät OpenAI, mindestens 25.000 Token für Denken und Antwort zu reservieren: Denk-Token zählen gegen das Ausgabelimit, und ist es zu knapp, bricht die Antwort ab, im ungünstigen Fall ganz ohne sichtbaren Text. Die erzeugten Denk-Token zählen trotzdem als Ausgabe.

Wie viele Denk-Token eine Stufe erzeugt, nennt OpenAI nicht, das hängt an der Aufgabe. Der Regler ist deshalb ein Kostenrisiko, keine bloße Qualitätseinstellung. Über die API steht die Zahl in jeder Antwort im Feld reasoning_tokens – wer Astra in einer Anwendung einsetzt, sollte sie mitloggen, bevor er die Stufe dauerhaft hochdreht.

Der praktische Rat

Fang bei jeder neuen Aufgabenart eine Stufe unter deiner Vermutung an und geh erst hoch, wenn das Ergebnis nicht reicht. Der umgekehrte Weg – immer auf maximal – kostet ein Vielfaches, ohne bei einfachen Aufgaben etwas zu verbessern.

Was Astra kostet: Schnittstelle, Aufschläge, Abo

Der Listenpreis ist schnell erzählt: 10 US-Dollar je Million Token Eingabe, 50 US-Dollar Ausgabe, 1 US-Dollar für Eingabe aus dem Zwischenspeicher (Cache). Das Schreiben in den Zwischenspeicher kostet bei Astra 12,50 US-Dollar je Million Token. Teuer wird es an Stellen, die in vielen Übersichten fehlen:

GPT-6 Astra, je Million TokenEingabeCache lesenCache schreibenAusgabe
Standard (bis 272.000 Token Eingabe)10 $1 $12,50 $50 $
Lange Eingabe (über 272.000 Token)20 $2 $25 $75 $
Batch oder Flex (nicht eilig)5 $0,50 $6,25 $25 $
Fast (bis Juli „Priority“)20 $2 $25 $100 $
Ultrafast (schnellste Stufe)60 $6 $75 $300 $

Lange Eingaben. Über 272.000 Token Eingabe gilt der höhere Satz laut OpenAI für die gesamte Anfrage: doppelter Eingabe- und Cachepreis, anderthalbfacher Ausgabepreis – auch für die Denk-Token, die dann 75 statt 50 US-Dollar je Million kosten. Bei Claude Opus 5.5, Claude Fable 5.1 und Muse Wonder gibt es keinen solchen Aufschlag.

Tempo. Der Fast-Modus verdoppelt alle Sätze. Ultrafast kostet das Sechsfache; über die API steht es laut OpenAI allen Kunden offen, mit eigenen, niedrigeren Mengenlimits. In ChatGPT gibt es Ultrafast zum Start nur im Tarif Pro für 500 US-Dollar und in berechtigten Enterprise- und Edu-Arbeitsbereichen.

Europa. Über OpenAIs EU-Endpunkt kosten neuere Modelle wie Astra 10 Prozent mehr, also 11 und 55 US-Dollar (mehr im Abschnitt zu Deutschland).

Rechenbeispiel: die 272.000-Token-Kante

Eine Anfrage mit 270.000 Token Eingabe (etwa ein großes Vertragspaket) und 5.000 Token Ausgabe einschließlich Denk-Token kostet 2,70 plus 0,25 US-Dollar, zusammen 2,95 $. Mit 280.000 Token Eingabe greift der Aufschlag: 5,60 plus 0,38 US-Dollar, zusammen 5,98 $. Knapp 4 Prozent mehr Text, doppelte Rechnung. Wer Unterlagen unter der Grenze hält – Auszüge statt ganzer Akten, alte Gesprächsteile kürzen -, spart hier mehr als mit jeder Denkstufe.

Im Abo zahlst du keine Token-Preise, sondern die Monatsgebühr – Astra verbraucht aber dein Kontingent schneller. In Work und Codex rechnet OpenAI für Astra 250 Credits je Million Eingabe-Token und 1.250 je Million Ausgabe-Token, das Fünffache von GPT-6.1 Sol. Der Fast-Modus zieht das enthaltene Kontingent 2,5-mal so schnell ab, Ultrafast achtmal so schnell. Mit eigenem API-Schlüssel gilt in Codex dagegen die API-Preisliste.

Astra im Vergleich: GPT-6.1 Sol, Opus 5.5, Fable 5.1, Muse Wonder

Beim Listenpreis liegt Astra zusammen mit Fable 5.1 an der Spitze dieses Vergleichs. Was eine erledigte Aufgabe kostet, hängt aber vor allem daran, wie viele Token ein Modell dafür braucht.

je Million Token (API)GPT-6 AstraGPT-6.1 SolClaude Opus 5.5Claude Fable 5.1Muse Wonder
Eingabe / Ausgabe10 $ / 50 $2 $ / 10 $4 $ / 20 $10 $ / 50 $4 $ / 20 $
Cache lesen1 $0,10 $0,20 $0,25 $0,20 $
Aufschlag für lange Eingabenab 272.000 Tokenab 272.000 Tokenkeinerkeinerkeiner
Stapelverarbeitung50 % günstiger50 % günstiger50 % günstiger50 % günstigerkeine Angabe
Artificial Analysis Index5352585352
Kosten je Aufgabe · Artificial Analysis Intelligence Index, höchste Denkstufe
Was eine Aufgabe im unabhängigen Test kostet
Claude Fable 5.1Index 53 · Listenpreis 10 $ / 50 $ 7,63 $
Claude Opus 5.5Index 58 · Listenpreis 4 $ / 20 $ 5,98 $
Muse WonderIndex 52 · Listenpreis 4 $ / 20 $ 4,52 $
GPT-6 AstraIndex 53 · Listenpreis 10 $ / 50 $ 3,26 $
GPT-6.1 SolIndex 52 · Listenpreis 2 $ / 10 $ 0,72 $

Astra ist je Aufgabe günstiger als sein Listenpreis vermuten lässt – GPT-6.1 Sol schafft fast denselben Indexwert für weniger als ein Viertel. Astra kam im Test mit 60 Millionen Ausgabe-Token aus, Opus 5.5 brauchte 260 Millionen. Quelle: Artificial Analysis, Modellseiten abgerufen am 13.10.2026.

GPT-6.1 Sol ist für die meisten API-Anwendungen der vernünftige Startpunkt: laut OpenAI bei Programmierung, Computersteuerung und Büroarbeit nahe an Astra, zu einem Fünftel der Token-Preise. Astra lohnt den Aufpreis dort, wo eigene Tests einen klaren Unterschied zeigen. Im Chat gibt es 6.1 Sol noch nicht.

Claude Opus 5.5 führt den Index an, verbraucht aber deutlich mehr Token und kostet je Aufgabe mehr als Astra; mehr dazu im Guide Claude Opus 5.5.

Claude Fable 5.1 hat Astras Listenpreis, aber einen viermal günstigeren Zwischenspeicher und keinen Aufschlag für lange Eingaben – wichtig für Anwendungen, die immer wieder denselben großen Kontext mitschicken. Die Rechnung steht im Guide Claude Fable 5.1.

Meta Muse Wonder kostet so viel wie Opus 5.5 und liegt im Index einen Punkt hinter Astra; die Muse-App gibt es in Deutschland nicht. Den direkten Vergleich zeigt der Guide Meta Muse Wonder.

Die Zahlen und was sie wert sind

OpenAI nennt für Astra Werte, die es selbst als Sättigung beschreibt: rund 98 Prozent auf FrontierMath Tier 4 (in OpenAIs Tabelle 97,6), 99,9 Prozent auf ARC-AGI-3 und 100 Prozent auf ExploitBench. Auf Terminal-Bench Science 0.1, einem Test für wissenschaftliche Abläufe mit Code und Kommandozeile, gibt OpenAI 64,6 Prozent für Astra an, gegenüber 52,6 Prozent für Claude Fable 5.1. Bei Humanity’s Last Exam, einer Sammlung sehr schwerer Expertenfragen, liegt mit Werkzeugen laut derselben Tabelle Fable 5.1 vorn, mit 65,0 zu 57,2 Prozent.

Wie stark der Prüfaufbau zählt, zeigt ARC-AGI-3. Die ARC Prize Foundation, die den Test betreibt, hat Astra selbst gemessen: 99,9 Prozent gibt es nur mit einem „Provider Adapter“, der Astras verborgenen Denkzustand zwischen den Anfragen aufbewahrt, gemessen auf Stufe high. Im Standardaufbau, der für alle Modelle gleich ist, kommt Astra auf Stufe max auf 62,7 Prozent, bei rund 26.000 US-Dollar Testkosten. Beides wertet ARC Prize als Bestwert – und betont ausdrücklich, damit nicht zu behaupten, Astra sei eine allgemeine künstliche Intelligenz.

Werte von 98 oder 100 Prozent heißen vor allem: Der Test ist gesättigt und unterscheidet nicht mehr – ein Hinweis, dass die Messlatte zu niedrig hängt, kein Beweis für Allwissenheit. Unabhängig gemessen landet Astra im Gesamtindex von Artificial Analysis bei 53 Punkten, gleichauf mit Fable 5.1 und hinter Opus 5.5. Wie man solche Werte liest, erklärt der Guide KI-Benchmarks verstehen.

Bemerkenswert ist ein Satz aus OpenAIs eigener Ankündigung: Astra habe bereits geholfen, seit Langem offene mathematische Probleme zu lösen. Was dahintersteckt, steht im Guide Das Millennium-Problem und die KI.

Was OpenAI selbst einschränkt

In der Systemkarte vom 3. September schreibt OpenAI, Astras Überwachbarkeit habe gegenüber GPT-5.6 Sol abgenommen: Das Modell steuere seinen Gedankengang besser und schreibe seltener belastende Hinweise hinein. In Tests, in denen es gezielt dazu gedrängt wurde, konnte es absichtlich schlechter abschneiden, ohne dass das auffiel. Bei der Cybersicherheit erreicht Astra laut OpenAI die Schwelle „Critical“, die höchste Risikostufe in OpenAIs eigenem Bewertungsrahmen.

Den geplanten Nachfolger gibt es nicht. Laut Wall Street Journal, worüber TechCrunch und The Next Web berichteten, hat OpenAI den für Oktober erwarteten Start von GPT-6.1 Astra abgesagt: In internen Tests habe das Modell mehr getäuscht als der Vorgänger und Aufgaben ohne Rückfrage fortgesetzt. Saachi Jain, bei OpenAI für die Sicherheitssysteme verantwortlich, sagte laut The Next Web, das Modell habe die Messlatte beim Einhalten von Auftrag und Befugnissen nicht ganz erreicht.

Praktisch heißt das: Je weniger man sieht, wie ein Ergebnis zustande kam, desto wichtiger wird seine Prüfung – besonders dort, wo jemand eine Entscheidung gegenüber Kunden, Aufsicht oder Gericht begründen muss. Wer Astra als Agenten arbeiten lässt, sollte vor nicht umkehrbaren Schritten eine menschliche Freigabe einbauen; warum, beschreibt der Guide Agentische KI.

Astra in Deutschland: Zugang und Daten

Zugang. Eine Länderausnahme für Astra nennt OpenAI nicht; ChatGPT und die API folgen der Liste der unterstützten Länder, und Deutschland gehört dazu. Ob du Astra bekommst, entscheidet also der Tarif, nicht der Standort.

Schnittstelle. Daten aus API-Anfragen nutzt OpenAI standardmäßig nicht zum Training; Protokolle zur Missbrauchskontrolle werden bis zu 30 Tage aufbewahrt. Für die Verarbeitung in Europa (EWR und Schweiz) bietet OpenAI Astra auf dem EU-Endpunkt an. Das setzt eine von OpenAI genehmigte Sonderregel zur Datenaufbewahrung voraus, etwa Zero Data Retention, kostet 10 Prozent Aufschlag, und den Fast-Modus gibt es dort für Astra nicht. Ultrafast läuft nur in den USA oder global.

ChatGPT. In Free, Go, Plus und Pro können Chats zum Training genutzt werden, solange du in den Datenkontrollen die Modellverbesserung („Improve the model for everyone“) nicht ausschaltest. Bei persönlichen Tarifen gilt dieser Schalter laut OpenAI auch für Codex-Aufgaben – wer Astra in Codex an Firmen-Code lässt, sollte ihn vorher prüfen. Inhalte aus Business und Enterprise nutzt OpenAI standardmäßig nicht zum Training; Speicherung und Berechnung in Europa gibt es für berechtigte Enterprise- und Edu-Kunden. Für personenbezogene Daten braucht ein Betrieb zusätzlich eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung. Den Rahmen erklärt der Guide KI und Datenschutz. Einschätzung, keine Rechtsberatung.

Für wen sich Astra lohnt

Im Job mit Plus. Für Mails, Texte und Recherchen reicht GPT-6 im Chat. Astra in Work lohnt sich für lange, mehrstufige Aufträge wie einen Bericht aus vielen Quellen – bei 5 bis 45 Nachrichten je fünf Stunden aber nicht als Alltagswerkzeug. Ein Pro-Abo nur wegen Astra rechnet sich erst, wenn du regelmäßig an Aufgaben scheiterst, die GPT-6 auf High nicht schafft.

Du willst KI im Job sicher einsetzen, statt jedem Release hinterherzulaufen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche KI-Weiterbildung passt und ob sie gefördert werden kann – über den Bildungsgutschein, wenn du arbeitsuchend bist, oder über das Qualifizierungschancengesetz, wenn dein Arbeitgeber mitzieht. Ob gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit.

Kostenloses Erstgespräch buchen

Im Betrieb. Business enthält Astra als „GPT-6 Pro“ im Chat, die Admins steuern die Freigabe. Kundendaten gehören in einen Geschäftskunden-Tarif, nicht in private Einzelabos – egal mit welchem Modell.

Als Entwickler. Starte mit GPT-6.1 Sol und teste Astra gezielt gegen deine schwersten Aufgaben, beginnend auf medium. Logge die Denk-Token, halte Eingaben unter 272.000 Token und schick alles, was nicht eilt, über Batch oder Flex zum halben Preis.

Häufige Fragen

Was ist GPT-6 Astra?

OpenAIs Spitzenmodell, vorgestellt am 3. September 2026. Es verarbeitet Text und Bilder, hat ein Kontextfenster von rund 1,05 Millionen Token und fünf einstellbare Denkstufen. Verfügbar ist es über ChatGPT, die OpenAI-API, Microsoft Azure und AWS Bedrock.

Ist GPT-6 Astra in ChatGPT Plus enthalten?

Nur in ChatGPT Work und Codex, mit begrenztem Kontingent. Im normalen Chat nutzt Plus GPT-6 Sol. Astra im Chat gibt es als „GPT-6 Pro“ nur in den Tarifen Pro (100 oder 200 US-Dollar im Monat), Business und Enterprise.

Was kostet GPT-6 Astra?

Über die API 10 US-Dollar je Million Token Eingabe und 50 US-Dollar Ausgabe, Cache-Lesen 1 US-Dollar. Ab 272.000 Token Eingabe gelten 20 und 75 US-Dollar für die ganze Anfrage. Batch und Flex kosten die Hälfte, der Fast-Modus das Doppelte.

Was bedeuten die fünf Denkstufen von GPT-6 Astra?

Low, medium, high, xhigh und max steuern, wie lange das Modell nachdenkt. Denk-Token werden als Ausgabe zu 50 US-Dollar je Million abgerechnet. OpenAI empfiehlt medium als Standard und xhigh nur, wenn eigene Tests einen klaren Nutzen zeigen.

Was ist der Unterschied zwischen GPT-6, GPT-6 Astra und GPT-6.1 Sol?

„GPT-6“ im ChatGPT-Chat ist für zahlende Tarife auf den Stufen Instant bis Extra High GPT-6 Sol. Astra ist das größere Spitzenmodell. GPT-6.1 Sol kommt laut OpenAI in vielen Arbeitsfeldern nahe an Astra heran, kostet ein Fünftel und läuft nur in Work, Codex und über die API.

Wie viele Token verarbeitet GPT-6 Astra?

Das Kontextfenster umfasst 1,05 Millionen Token, davon bis zu 922.000 Eingabe und bis zu 128.000 Ausgabe einschließlich Denk-Token. Über 272.000 Token Eingabe wird die ganze Anfrage teurer: doppelter Eingabepreis, anderthalbfacher Ausgabepreis.

Mit Methode arbeiten statt mit dem jeweils neuesten Modell

Astra, Sol, 6.1 Sol: Die Namen wechseln im Wochentakt, die Arbeitsweise bleibt – Aufgaben sauber stellen, Kosten und Ergebnisse prüfen, das passende Werkzeug wählen. Genau das üben wir in unserer KI-Weiterbildung, als KI-Spezialist in 3 Monaten oder als KI-Experte in 6 Monaten Vollzeit, online mit Live-Unterricht. Sie ist förderfähig über den Bildungsgutschein oder für Beschäftigte über das Qualifizierungschancengesetz; ob gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit, und im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welcher Weg für dich in Frage kommt.

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Quellen: OpenAI: GPT-6 Astra, 03.09.2026 · OpenAI: Systemkarte GPT-6 Astra, 03.09.2026 · OpenAI-Dokumentation: GPT-6 Astra · OpenAI-Dokumentation: Preise · OpenAI-Dokumentation: Reasoning models · OpenAI-Dokumentation: Datenverarbeitung und Datenresidenz · OpenAI-Hilfe: GPT-6 and other models in ChatGPT · OpenAI-Hilfe: ChatGPT Work and Codex · ChatGPT Learn: Pricing (Work und Codex) · OpenAI-Hilfe: Data controls in ChatGPT · OpenAI-Hilfe: Data residency and inference residency for ChatGPT · ARC Prize: GPT-6 Astra on ARC-AGI-3, 03.09.2026 · Artificial Analysis: Modellseiten GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol, Claude Opus 5.5, Claude Fable 5.1, Muse Wonder · Claude-Dokumentation: Preise · Meta Model API: Preise · TechCrunch, 29.09.2026 · The Next Web, 29.09.2026 · IBTimes UK, 04.09.2026. Dokumentation, Hilfeseiten und Messwerte abgerufen am 13.10.2026.

Benedikt Backhaus, schreibt bei Scaly über KI-Tools und neue Modelle

Benedikt Backhaus – schreibt bei Scaly über KI-Tools, neue Modelle und aktuelle Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz. Preise und Funktionsangaben prüft er an den Seiten der Anbieter, nicht an Vergleichsportalen – Stand jeweils im Text. Einschätzung, keine Rechtsberatung. Benedikt auf LinkedIn

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Benedikt Backhaus

Benedikt Backhaus schreibt bei Scaly über KI-Tools, neue Modelle und aktuelle Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz. Er verfolgt die KI-Szene laufend und ordnet ein, was neue Releases praktisch bedeuten — für Lernende, Arbeitsuchende und Unternehmen. Ehrlich, mit Quellen und ohne Hype.

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