Transfergesellschaft 2026: Was vor der Unterschrift zählt

Inhaltsverzeichnis

Die Betriebsversammlung beim Zulieferer ist vorbei, der Stellenabbau beschlossen, und vor dir liegt ein dreiseitiger Vertrag mit Rückgabefrist. Transfergesellschaft heißt: Du beendest dein Arbeitsverhältnis per Aufhebungsvertrag und wechselst für höchstens zwölf Monate in einen befristeten Job bei einem Transferträger. Dort bekommst du Transferkurzarbeitergeld (60 Prozent des pauschalierten Nettos, mit Kind 67 Prozent, oft aufgestockt), Bewerbungshilfe und die Chance auf eine geförderte Weiterbildung. Dein Arbeitslosengeld wird dabei nicht verbraucht. Hier steht, was du vor der Unterschrift durchrechnest.

§§ 111, 111a SGB III · Stand 2026
Die Transfergesellschaft in vier Zahlen
12 Mon.
höchstens Transferkurzarbeitergeld, ohne Verlängerung
60 %
des ausgefallenen pauschalierten Nettos, mit Kind 67 %
0 Tage
Arbeitslosengeld, die die Transferzeit verbraucht
50 %
Mindestanteil des Arbeitgebers an den Lehrgangskosten einer Weiterbildung, unter 250 Beschäftigten 25 %

Ein Papier, drei Verträge: was du mit der Unterschrift tust

Beim dreiseitigen Vertrag unterschreiben dein bisheriger Arbeitgeber, die Transfergesellschaft und du. Laut Bundesagentur für Arbeit beinhaltet er „gleichzeitig die Aufhebung des bisherigen Arbeitsverhältnisses und die Begründung des neuen befristeten Arbeitsverhältnisses mit der Transfergesellschaft“. Der erste Teil ist ein Aufhebungsvertrag und braucht Papier mit Unterschrift (§ 623 BGB).

In der Transfergesellschaft bist du in „Kurzarbeit Null“ freigestellt und bekommst statt Lohn Transferkurzarbeitergeld (§ 111 SGB III), kurz Transfer-Kug. Es fließt längstens zwölf Monate, im Merkblatt 8c der Bundesagentur heißt es: „Eine Verlängerungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen.“ Wie lange du bleibst, legt dein Vertrag fest.

Zwei Pflichten vor dem Wechsel. Transfer-Kug gibt es nur, wenn du dich vor dem Übertritt arbeitsuchend meldest und an einem Profiling teilnimmst, einer Analyse deiner Stärken und Chancen (§ 111 Abs. 4 Nr. 4). Das dauert laut Bundesagentur „in der Regel zwei Tage (16 Stunden)“. Läuft die Meldung gesammelt als „kollektive Arbeitsuchendmeldung“, prüf, dass deine dabei ist, sonst droht laut Merkblatt ein „Förderungsausschluss“.

Kein Klageweg mehr. Weil dein Arbeitsverhältnis einvernehmlich endet, gibt es keine Kündigung, gegen die du klagen könntest. Die Bundesagentur nennt das offen als Vorteil für Arbeitgeber:

„Vermeidung von Kündigungsschutzklagen durch entsprechendes arbeitsvertragliches Konstrukt.“

Merkblatt 8c (Stand 01/2026), „Vorteile für den Arbeitgeber“. Du tauschst den Klageweg gegen Zeit, Geld und Unterstützung.

Was die Transfergesellschaft dir schuldet. Sie muss dir Vermittlungsvorschläge machen und bei Qualifizierungsbedarf geeignete Maßnahmen anbieten, ausdrücklich auch zugelassene Weiterbildungen (§ 111 Abs. 7). Die Bedarfe aus dem Profiling kommen in einen Bildungsplan, der mit der Agentur abgestimmt wird. Weiterbildungen „sollen […] möglichst frühzeitig einsetzen“, schreibt die Bundesagentur in ihren Weisungen.

Und was du schuldest. Lehnst du eine zumutbare Stelle ohne wichtigen Grund ab, ruht das Transfer-Kug in der Regel drei Wochen. Nicht zumutbar ist laut Merkblatt ein Angebot unter deinem Brutto in der Transfergesellschaft oder eine Befristung, die kürzer ist als deine restliche Zeit dort.

Du willst die Transferzeit für einen beruflichen Neustart nutzen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob eine KI-Weiterbildung zu deinem Plan passt und wie sie zeitlich in deine Transferzeit passt. Wenn ja, bekommst du ein Bildungsangebot mit Maßnahmenummer für Transfergesellschaft und Agentur – ob gefördert wird, entscheidet die Agentur.

Kostenloses Erstgespräch buchen

Wie viel Geld du bekommst: gerechnet mit der Kug-Tabelle 2026

Transfer-Kug beträgt 60 Prozent der Differenz zwischen dem pauschalierten Netto aus dem Soll-Entgelt und dem aus dem Ist-Entgelt, 67 Prozent mit mindestens einem Kind im steuerlichen Sinn (§§ 105, 106 SGB III). In Kurzarbeit Null ist das Ist-Entgelt null, das Transfer-Kug liegt damit etwa auf der Höhe des Arbeitslosengelds.

Rechenbeispiel: 3.800 € brutto, Steuerklasse I

Soll-Entgelt 3.800 €, Ist-Entgelt 0 €. Die „Tabelle zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes“ der Bundesagentur (gültig ab Januar 2026) ergibt im Monat 1.534,25 € ohne Kind und 1.713,25 € mit Kind.

Zurückgerechnet liegt das pauschalierte Netto bei rund 2.557 € (1.534,25 € : 0,6). Stockt der Sozialplan auf 80 Prozent dieses Nettos auf, kommst du auf rund 2.046 €, der Arbeitgeber legt also gut 511 € im Monat drauf. Auf welches Netto sich die Aufstockung bezieht, steht im dreiseitigen Vertrag.

Aufstockung. Pflicht ist sie nicht, aber verbreitet: Laut Hans-Böckler-Stiftung ist eine Aufstockung auf „z. B. 80 oder 85 Prozent des vormaligen Nettoentgelts“ eine „gängige Regelung in Transfersozialplänen“.

Versicherungen und Steuer. Kranken-, Pflege- und Rentenbeiträge laufen weiter, für den Ausfall aus 80 Prozent der Entgeltdifferenz, bezahlt allein vom Arbeitgeber (Merkblatt 8c). Transfer-Kug ist steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen. Übersteigt es zusammen mit ähnlichen Leistungen im Jahr 410 €, ist eine Steuererklärung Pflicht. Einen Nebenverdienst rechnet die Lohnstelle voll an. Wie eine Abfindung versteuert wird, erklärt der Guide Abfindung.

Nach der Transferzeit: Dein Arbeitslosengeld wartet ungekürzt

Die Transferzeit verbraucht keinen Tag Arbeitslosengeld. Was die Anspruchsdauer mindert, zählt § 148 SGB III auf, Transfer-Kug steht nicht auf der Liste. Das Versicherungspflichtverhältnis besteht während des Arbeitsausfalls fort (§ 24 Abs. 3 SGB III), die Monate zählen also als Versicherungszeit.

Die Höhe bleibt geschützt. Für Monate mit Kurzarbeitergeld setzt die Agentur das Entgelt an, das du „ohne den Arbeitsausfall“ erzielt hättest (§ 151 Abs. 3 Nr. 1 SGB III), nicht das niedrigere Transfer-Kug. Prüf deshalb, welches Monatsentgelt im Vertrag mit der Transfergesellschaft steht. Wie die Agentur rechnet, zeigt der Guide Arbeitslosengeld 1.

Dein Alter zählt beim Start. Die Anspruchsdauer richtet sich nach Versicherungszeit und Alter bei Beginn der Arbeitslosigkeit nach der Transferzeit (§ 147 SGB III, Staffel unter Wie lange bekommt man Arbeitslosengeld?).

Ohne Lücke melden. Arbeitslos meldest du dich spätestens am ersten Tag nach dem Ende der Transfergesellschaft. Eine zweite Arbeitsuchendmeldung ist laut BA-Weisung entbehrlich, wenn das voraussichtliche Ende schon bei der Meldung vor dem Wechsel angegeben wurde. Frag nach, ob es erfasst ist.

Sperrzeit und Abfindung: die eine Rechnung vor der Unterschrift

Ein Aufhebungsvertrag führt in der Regel zu zwölf Wochen Sperrzeit (§ 159 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3 SGB III), außer du hattest einen wichtigen Grund (Überblick: Sperrzeit beim Arbeitslosengeld). Für den Wechsel in die Transfergesellschaft nennen die Fachlichen Weisungen der Bundesagentur zu § 159 (Stand 07/2026) einen eigenen wichtigen Grund, nämlich wenn Arbeitnehmer

„einen Aufhebungsvertrag geschlossen haben, um im Rahmen einer Sozialplanmaßnahme aus einem (unbefristeten) Beschäftigungsverhältnis in ein (befristetes) Beschäftigungsverhältnis bei einer beE/Transfergesellschaft zu wechseln und gem. § 111 gefördert werden; Voraussetzung ist, dass durch die Folgebeschäftigung die Arbeitslosigkeit nicht früher eintritt als bei der unabwendbaren Kündigung“

Fachliche Weisungen der BA zu § 159 SGB III, Ziffer 159.1.2.1 m. „beE“ heißt betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit, so nennt das Amt die Transfergesellschaft.

Der letzte Halbsatz ist der Haken. Die Weisungen zum Transfer-Kug werden deutlich: „Die Verweildauer in der beE sollte wegen einer möglichen Sperrzeit beim Alg-Bezug länger als die individuelle Kündigungsfrist sein.“ Dasselbe Maß gilt bei einer Abfindung: Endet das Arbeitsverhältnis früher als mit der ordentlichen Kündigungsfrist, ruht das Arbeitslosengeld (§ 158 SGB III). Die Frist kann laut Weisung aber „auch zusammen mit einem nachgeschalteten Arbeitsverhältnis eingehalten werden“, gerechnet ab dem Tag der Vereinbarung.

Rechenbeispiel: Reicht deine Transferzeit?

Du bist seit 16 Jahren im Betrieb, die Kündigungsfrist des Arbeitgebers beträgt sechs Monate zum Monatsende (§ 622 Abs. 2 BGB). Du unterschreibst am 26. Oktober 2026. Eine Kündigung an diesem Tag hätte zum 30. April 2027 gewirkt.

  • Transferzeit 1. Dezember 2026 bis 31. Mai 2027: Die Arbeitslosigkeit beginnt nach dem 30. April. Die Frist ist eingehalten.
  • Transferzeit 1. Dezember 2026 bis 31. März 2027: Die Arbeitslosigkeit beginnt einen Monat zu früh. Es droht eine Sperrzeit, mit Abfindung kann das Arbeitslosengeld zusätzlich bis längstens 30. April ruhen.

Gilt eine längere Frist aus Tarif- oder Arbeitsvertrag, rechnest du mit dieser. Bist du ordentlich unkündbar, lass dich vorher beraten: § 158 SGB III setzt dann fiktive Fristen an.

Weiterbildung in der Transferzeit: was § 111a fördert und bis wann du starten musst

Nach § 111a SGB III kann die Agentur deine Weiterbildungskosten übernehmen, wenn sie dich vor dem Start beraten hat, Träger und Maßnahme zugelassen sind (AZAV) und der Arbeitgeber mindestens 50 Prozent der Lehrgangskosten trägt, in Betrieben unter 250 Beschäftigten 25 Prozent. Bei Insolvenz kann die Agentur weniger verlangen, laut Weisung bis zum „Verzicht auf eine Beteiligung des Arbeitgebers“. Die Qualifizierung wird laut Hans-Böckler-Stiftung größtenteils aus dem Sozialplan bezahlt.

Entscheidend ist das Timing. Endet die Weiterbildung in der Transferzeit, gelten die Bedingungen oben. Endet sie danach, muss sie spätestens drei Monate vor dem Ende deines Transfer-Kug-Anspruchs beginnen, bei Maßnahmen über ein Jahr sechs Monate vorher (§ 111a Abs. 2). Danach kann die Agentur die Lehrgangskosten voll übernehmen und Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung zahlen. Über dieses Arbeitslosengeld muss laut Weisung „bereits vor Beginn der Weiterbildung“ entschieden sein.

Transferzeit 1. Dezember 2026 bis 31. Mai 2027Was gilt
3 Monate Weiterbildung, 1. Februar bis 30. April 2027Endet in der Transferzeit: Förderung nach § 111a Abs. 1 möglich
6 Monate Weiterbildung, 1. Februar bis 31. Juli 2027Start mehr als drei Monate vor dem Ende: Förderung nach § 111a Abs. 2 möglich, ab Juni mit Arbeitslosengeld bei Weiterbildung
6 Monate Weiterbildung, Start 1. April 2027Start zu spät für § 111a. Es bleibt der Bildungsgutschein nach der Transferzeit, mit späterem Beginn

Im Arbeitslosengeld bei Weiterbildung kosten zwei Weiterbildungstage nur einen Tag Anspruch (§ 148 Abs. 1 Nr. 7), siehe Weiterbildung während ALG 1. Damit dein Wunsch früh im Bildungsplan steht, sag im ersten Gespräch in der Transfergesellschaft:

„Ich möchte die Transferzeit für eine Weiterbildung nutzen: [Kurs, Träger, Maßnahmenummer], Beginn [Datum], Ende [Datum]. Bitte nehmt sie in meinen Bildungsplan auf und stimmt sie mit der Agentur ab. Den Beratungstermin dort brauche ich vor dem Start.“

Der Bildungsplan entsteht nach dem Profiling. Wer den Wunsch dann schon nennt, verliert keine Wochen.

Verlangen die Stellenanzeigen andere Werkzeuge als dein alter Job, gehört die Weiterbildung in die Transferzeit, nicht dahinter.

Ehrlich eingeordnet: Wer in seinem Beruf gefragt ist, bewirbt sich zuerst. Ohne Berufsabschluss ist eine Umschulung über die Arbeitsagentur oft der bessere Weg. Sie dauert in aller Regel länger als ein Jahr und muss dann spätestens sechs Monate vor dem Ende der Transferzeit beginnen. Kürzere Kurse wie unsere KI-Weiterbildungen (drei bis sechs Monate, online, mit Live-Unterricht) passen für alle, die ihre Erfahrung um neue Werkzeuge ergänzen wollen, und können ganz in die Transferzeit passen. Das Qualifizierungschancengesetz scheidet aus, bei Transfer-Kug fördert die Agentur laut Weisung „ausschließlich“ nach § 111a.

Transfergesellschaft oder Kündigung abwarten? Der Vergleich

PunktTransfergesellschaftKündigung abwarten
Geld bis zur ArbeitslosigkeitTransfer-Kug 60 oder 67 Prozent, oft aufgestockt, bis zu zwölf Monatevolles Gehalt bis zum Ende der Kündigungsfrist
Kündigungsschutzklagenicht möglichmöglich, innerhalb von drei Wochen (§ 4 KSchG)
Sperrzeitwichtiger Grund, wenn die Transferzeit bis zum fiktiven Fristende reichtbei betriebsbedingter Kündigung ohne eigenes Zutun in der Regel nicht
Arbeitslosengeldnach der Transferzeit, Anspruch unverbrauchtnach dem Fristende
UnterstützungProfiling, Bewerbungshilfe, Vermittlungsvorschläge, Weiterbildung nach § 111aAgentur, Bildungsgutschein schon in der Kündigungsfrist möglich

Unterm Strich tauschst du Monate mit vollem Gehalt gegen mehr Monate mit Transfer-Kug und Unterstützung, die Bundesagentur beschreibt „eingesparte Kündigungsfristen“ in ihrer Transferbroschüre als Mitfinanzierung. Weil Transfer und Abfindungen aus demselben Sozialplan kommen, kann der Transfer laut Hans-Böckler-Stiftung „ggf. das für Abfindungen verfügbare Volumen“ schmälern. Den Weg über die Kündigung beschreibt Gekündigt, was nun? Kurz vor der Rente: Modelle, die vor allem bis zum Rentenbeginn überbrücken, fördert die Bundesagentur nicht, siehe Arbeitslos vor der Rente.

Acht Fragen an Betriebsrat und Transfergesellschaft

  • Wie lange bin ich in der Transfergesellschaft, und reicht das bis zum Ende meiner Kündigungsfrist?
  • Welches Monatsentgelt steht im Vertrag, und auf wie viel Prozent welches Nettos wird aufgestockt?
  • Bekomme ich meine Abfindung auch beim Wechsel, und wann wird sie fällig?
  • Wie hoch ist das Qualifizierungsbudget pro Person, und deckt es den Arbeitgeberanteil nach § 111a?
  • Ist der Träger zugelassen, und wie viele Personen betreut eine Beraterin?
  • Gibt es eine Sprinterprämie, wenn ich früher eine Stelle finde? Sie gilt laut BA-Weisung nicht als Entlassungsentschädigung.
  • Was passiert mit Urlaub, Weihnachtsgeld und Betriebsrente?
  • Bis wann muss ich mich entscheiden, und was passiert, wenn ich nicht unterschreibe?

Nutz außerdem das Informationsangebot der Agentur vor dem Wechsel. Fragen zu Sperrzeit und Abfindung soll laut Weisung das Leistungsteam der Agentur erläutern, frag dort mit deinen Daten.

Einschätzung, keine Rechtsberatung

Dieser Artikel ist eine Einschätzung aus unserer Beratungspraxis als Bildungsträger, keine Rechts- oder Steuerberatung. Ob der dreiseitige Vertrag zu dir passt, klärst du vor der Unterschrift mit Betriebsrat, Gewerkschaft oder einem Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fragen zum Arbeitslosengeld mit der Agentur für Arbeit.

Häufige Fragen

Was ist eine Transfergesellschaft?

Ein Träger, bei dem du nach einem Stellenabbau befristet angestellt bist, meist in Kurzarbeit Null, mit höchstens zwölf Monaten Transferkurzarbeitergeld, Beratung und Vermittlung. Der Wechsel läuft über einen dreiseitigen Vertrag.

Wie hoch ist das Transferkurzarbeitergeld?

60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettos, mit Kind 67 Prozent (§ 105 SGB III), bei 3.800 € brutto in Steuerklasse I also 1.534,25 € ohne und 1.713,25 € mit Kind. Viele Sozialpläne stocken auf.

Wie lange kann man in einer Transfergesellschaft bleiben?

Höchstens zwölf Monate, ohne Verlängerung. Deine Dauer steht im dreiseitigen Vertrag und sollte mindestens bis zu dem Tag reichen, an dem eine ordentliche Kündigung gewirkt hätte.

Bekomme ich nach der Transfergesellschaft Arbeitslosengeld?

Ja, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Transferzeit verbraucht keinen Tag deines Anspruchs, für die Kug-Monate rechnet die Agentur mit dem Entgelt ohne Arbeitsausfall (§ 151 Abs. 3 SGB III). Melde dich spätestens am ersten Tag danach arbeitslos.

Gibt es eine Sperrzeit, wenn ich in die Transfergesellschaft wechsle?

In der Regel nicht. Die Bundesagentur erkennt den Wechsel im Rahmen eines Sozialplans als wichtigen Grund an, wenn die Arbeitslosigkeit nicht früher eintritt als bei der unabwendbaren Kündigung.

Kann ich in der Transfergesellschaft eine Weiterbildung machen?

Ja, nach § 111a SGB III: Beratung durch die Agentur vor dem Start, zugelassener Träger und Kurs, Arbeitgeberanteil mindestens 50 Prozent der Lehrgangskosten (unter 250 Beschäftigten 25 Prozent). Endet der Kurs nach der Transferzeit, muss er spätestens drei Monate vor ihrem Ende beginnen.

Die Transferzeit nutzen, bevor sie abläuft

Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir mit dir, ob eine KI-Weiterbildung zu deinem Plan passt und wie sie sich legen lässt, damit § 111a greifen kann. Wenn ja, bekommst du ein Bildungsangebot mit Maßnahmenummer, und wir unterstützen dich bei den Unterlagen. Ob gefördert wird, entscheidet die Agentur. Inhalte und Ablauf findest du auf der Seite zur KI-Spezialist-Weiterbildung.

Kostenloses Erstgespräch buchen
Hamza Fallacara, Bildungsberater bei Scaly

Hamza Fallacara – Bildungsberater bei Scaly. Er begleitet Arbeitsuchende und Unternehmen durch den kompletten Förderprozess – vom ersten Beratungsgespräch über das Bildungsangebot mit Maßnahmenummer bis zur bewilligten Maßnahme. Einschätzung aus der Beratungspraxis, keine Rechtsberatung. Hamza auf LinkedIn

Diesen Artikel Teilen:

Über den Autor

Bild von Hamza Fallacara

Hamza Fallacara

Hamza Fallacara ist Bildungsberater bei Scaly und begleitet Arbeitsuchende, Selbstständige und Unternehmen durch den kompletten Förderprozess — vom ersten Beratungsgespräch über das Bildungsangebot mit Maßnahmenummer bis zur eingereichten Antragsmappe. Seine Einschätzungen stammen aus mehreren hundert Beratungsgesprächen zur geförderten KI-Weiterbildung.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Bildungsgutschein abgelehnt? Was jetzt zählt – und warum das selten das letzte Wort ist

Bildungsgutschein abgelehnt? Was jetzt zählt – und warum das selten das letzte Wort ist

Bildungsgutschein: Voraussetzungen – wer Anspruch hat und wie du ihn bekommst

Bildungsgutschein: Voraussetzungen – wer Anspruch hat und wie du ihn bekommst

Bildungsgutschein beantragen: Schritt für Schritt zum Ja vom Amt

Bildungsgutschein beantragen: Schritt für Schritt zum Ja vom Amt